Unterwegs mit unserem Truck-Camper

DSC_1254Die Campingplätze bzw. R.V. Sites oder gar R.V. Resorts wie die Plätze für Campingmobile (Recreational Vehicle) genannt werden, haben hier in Canada einen sehr hohen Standard. Auf den Campingplätzen in den Nationalparks gibt es zumindest fast immer Stromanschluss. Auf den privaten Plätzen in der Regel Strom, Wasser und Abwasseranschluß (Full Hookup). Dank Wasser- und Abwassertank, Gasflaschen für Heizung, Küche und Kühlschrank sowie starker Batterien kann man es mit dem Camper auch ein paar Tage autark aushalten, bevor wieder Frischwasser gebunkert und das Abwasser  an der Dumpingstation entsorgt werden muss. Die sanitären Anlagen auf den Campingplätzen haben durchgehend einen sehr hohen Standard. Aus Bequemlichkeit nutzen wir eigentlich immer die Duschen auf dem Campingplatz statt der beengten Nasszelle an Bord.

 

DSC_0582

Die Handgriffe zum Anschließen der Versorgungsleitungen des Campers sind schnell Routine. Natürlich ist das alles stümperhaft gegenüber den Riesen-Campmobilen, die vom stolzen Eigner hydraulisch fernbedient in die Waage gestellt werden, damit das TV am Satellitenanschluss dann auch ein waagrechtes Bild zeigt. Weil sich diese Gefährte nur für die Überlandfahrt eignen, wird dann noch ein PKW hinterhergezogen.

DSC_0589

Der Diesel-Verbrauch hat sich auf etwa 17,5-Liter auf 100 km eingependelt. Ein voller Tank reicht etwa 800 km weit. Tanken ist etwas komplizierter als in Deutschland. Aus wohl begründeter Angst vor Benzindiebstahl muss vor dem Tanken bezahlt werden. Man sollte also abschätzen können, wieviel Sprit benötigt werden. Einfacher geht es beim direkten Bezahlen mit der Kreditkarte an der Säule. Der Spritverbrauch hält sich auch in Grenzen, weil hier in Canada mit 80 bis 100 km/h eher cruisen als rasen angesagt ist. Im Gegensatz zu den USA habe ich hier noch keine Geschwindigkeitskontrollen erlebt. Ohnehin ist sehr wenig Polizei sichtbar. Ein Knöllchen reicht auch für diesen Urlaub. Wir sind froh, dieses Mal den Truck-Camper gewählt zu haben. Die Sitzposition ist schön hoch und das schwere Gefährt fährt sich tatsächlich eher wie ein Truck als ein Wohnmobil. Der Dieselmotor hat auch ordentlich Drehmoment, so dass wir auch mal langsamere Mobile hinter uns lassen können. Die in der Ausstattung enthaltene Axt ist auch rege im Einsatz. Feuerholz gibt es an jedem Campingplatz. Oftmals ist das Holz kostenlos und muss dann nur noch gehackt werden. Das erfordert erst einmal ein bisschen Übung, bis die Schläge richtig sitzen. Das abendliche Holzfeuer ist dann schon Ritual.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: