Banff

Heute haben wir Banff erkundet. Das Örtchen Banff ist das Zentrum des gleichnamigen Nationalparks, dem beliebtesten Nationalpark Kanadas. Das Örtchen ist sehr reizvoll, doch auch in der Nebensaison stark besucht und sehr touristisch. Sehr auffällig sind die vielen Rennradfahrer auf den Straßen rund um Banff. Neben den Highways führen immer gut geteerte Sträßchen entlang, die von Radfahrern und Joggern eifrig genutzt werden. Bei den sommerlichen Temperaturen am Tag lässt es sich sogar noch in kurz fahren. Da bekomme ich gerade wieder richtig Lust aufs Rennrad fahren. Schade, dass zu Hause dann die Saison schon vorüber ist. Von dem sportlichen Anblick angestachelt haben wir uns entschieden, nicht die Gondel von Banff auf 2.200 Meter zu nehmen, sondern den Fußweg. Die 5 Kilometer steil bergauf hatten es dann aber doch in sich und wir haben uns zwei Stunden über teils verschneite Wege nach oben gekämpft. Unterwegs kam uns dann auch noch eine Wanderin mit Hund entgegen, die uns vor zwei Bären auf dem Trail warnte, die sie kurz zuvor noch gesehen hatte. Gut dass unser Bären Spray im Camper auf dem Parkplatz war. Der Ausblick oben hat uns dann aber für alle Mühen mehr als entschädigt. Hinunter ging es dann aber erschöpft mit der Gondel. Eine böse Überraschung erwartete uns dann am Camper: ein Knöllchen klebte an der Windschutzscheibe. Nicht etwa weil wir die Parkzeit überzogen hätten, sondern weil wir vier (!) Parkplätze für unser Monster in Anspruch genommen haben, und nur einen Parkplatz bezahlt hatten. Stolze 55 kanadische Dollar sind für dieses schwere Vergehen fällig. Wartet man mit der Bezahlung ab, bis das Knöllchen beim Vermieter landet, kommen noch einmal saftige Gebühren hinzu. Aber auch hierfür gibt es in Canada pragmatische Lösungen. In diesem Falle eine physische Dropbox. Im Tourist Office gibt es hierfür einen Briefkasten mit Kuverts an der Seite. In das Kuvert kommt der Strafzettel mit dem abgewählt Geld. Das wertvolle gefüllte Kuvert wirft man dann in die Dropbox. Das legale Parken unseres Campers in Städten bleibt eine Herausforderung. Das war die negative Erfahrung an diesem Tag. Dieses wurde jedoch, neben der tollen Kulisse von einem tollen positiven Erlebnis in den Schatten gestellt. Auf dem Parkplatz wurde ich von einem – natürlich fremden Kanadier – angesprochen, ob ich Matthias aus Deutschland sei. Ich muss ihn angeschaut haben, wie ein Auto. Er überreichte mir nach Bejahen dieser Fragen, meine Kreditkarte, die ich tatsächlich im Parkautomaten stecken gelassen hatte. Er verabschiedete sich von mir mit einem „welcome to canada“ und es dauerte noch einige Momente, bis ich mein Glück fassen konnte. Das macht das Knöllchen locker wieder wett.
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