Vor 75 Jahren beendete das Unglück der „Hindenburg“ die Ära der Zeppeline

Am 6. Mai vor 75 Jahren verbrennt das Luftschiff Hindenburg bei der Landung auf dem Marineflughafen Lakehurst in New Jersey. 13 Passagiere, 22 Besatzungsmitglieder und ein Mitglied der Bodenmannschaft sterben bei dem tragischen Unglück, dessen Ursache noch heute Rätsel aufgibt. Im Zeppelinmuseum in Friedrichshafen ist die Geschichte dieser imposanten und luxuriösen Geschichte der Luftfahrt eindrucksvoll nachzuvollziehen. Beeindruckend ist der Luxus an Bord, zum Beispiel in Form oppulenten Prozellangeschirrs. Die Ära der „fliegenden Zigarren“ war zu Ende, doch findige und mutige Menschen haben weiter an der Eroberung des Luftraums gearbeitet. Zu besichtigen ist diese Entwicklung im Dornier-Museum am Flughafen in Friedrichshafen.  Von Holzflugzeugen bis zur Raumfahrtstationen sind hier die Entwicklungen des einst so stolzen Luft- und Raumfahrtunternehmens Dornier mit vielen Ausstellungsstücken und Filmen dargestellt. Bei Regenwetter – und natürlich nicht nur dann – ist ein Besuch in diesen Museen meiner Heimatstadt immer zu empfehlen. Wer rechtzeitig bucht kann sogar wieder einen Flug mit einem richtigen Zeppelin, Zeppelin NT genannt, über dem Bodensee durchführen. Mich verbindet mit dem Zeppelin nicht nur meine Geburtsstadt in Friedrichshafen. In meiner Wahlheimat in Hessen wohne ich nahe eines Zeppelinflugfeldes in Bad Homburg, das als Landeplatz für Zeppeline diente und wo 1910 eine Zeppelin-Parade vor Kaiser Wilhelm II.  durchgeführt wurde. Aus dieser Tradition findet jährlich in Bad Homburg eine Zeppelin-Festival statt – allerdings mit Blimps, satt mit richtigen Starrluftschiffen. Diese sind Friedrichshafen vorbehalten. Die Linie Frankfurt – Friedrichshafen wird heute weit weniger luxuriös dafür aber deutlich schneller vom Flughafen Frankfurt mit Jets bedient.  Porzellangeschirr sucht man dafür vergeblich, dafür gibt es Tomatensaft aus Bechern.

Hier gibt es übrigens ein interessantes Interview mit dem letzten Überlebenden des Unglücks, der jetzt in Parachute im Westen Amerikas lebt und mit dem ganzen Trubel nichts mehr anfangen kann.

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