16.12.2010 Kruger National Park – Zweite Fahrt durch den Kruger NP

Auf dem Plan stand eine zweite Tagesfahrt durch den Kruger National Park. Unsere Motivation war an diesem Morgen ehrlich gesagt aber sehr begrenzt dafür. Auch das soll im Urlaub einmal vorkommen. Dies hatte gleich mehrere Gründe. Mich plagten schwere Kopfschmerzen, die in der Nacht begannen. Mit den Kopfschmerzen ist wohl auch der Regen gekommen und im vollbesetzten Jeep auf Asphalt durch den Krüger zu fahren war auch kein besonders motivierender Gedanke. Die erste gute Nachricht kam beim Frühstück: wir waren nur zu viert. Ein dänisches Ehepaar, auch auf der zweiten Fahrt durch den Krüger, begleitete uns. Die zweite gute Nachricht traf uns beim Jeep: Mark unser wohlbekannter Guide vom Morning Walk. Jetzt wird Alles gut. Dann die Wahl des Fahrzeugs: ein Kleinbus, ideal für das Regenwetter oder den Jeep mit Planen, zugig und nass. Wir setzten optimistisch auf Wetterbesserung und damit viel die  Wahl auf den Jeep. Nach dreissig Minuten Fahrt zum Eingangs-Gate des Krüger NP klarte tatsächlich der Himmel auf und wir konnten die Seitenteile des Verdecks hochrollen für freie Rundumsicht. Da wir schon viele Tierarten im Krüger gesehen hatten, konnten wir den Tag entspannt angehen. Eine gute Voraussetzung für einen erfolgreichen Tag, wie sich später herausstellen sollte. Mark suchte vor allem Nebenstrecken und Pisten heraus, fernab von den großen Selbstfahrerströmen. Mit einem Blick für die kleinen Dinge des Buschs fanden wir kleine Frösche am Strassenrand und erfuhren viele Wissenswertes über die vielen Vögel und Insekten im Krüger. Für „Großwildjäger“ lächerlich, doch wir waren mit großer Begeisterung dabei. Mit der nötigen Geduld ausgestattet, konnten wir auch Krokodile und Hippos im Wasser entdecken. Beim Anblick von Elefanten und Giraffen konnte Mark aus den Tiefen seines Wissens über die Gesamtzusammenhänge im Busch schöpfen. So verging der Tag wie im Fluge. Mit dem Regen sind im Übrigen auch die Kopfschmerzen gegangen. Kurz vor Ausfahrt aus dem Park hatten wir dann noch eine Begegnung „Auge in Auge“ mit einem Elefantenbullen. Er war in der Brunft und daher aggressiv. Er baute sich Kopfschüttelnd direkt vor dem Jeep auf. „Er ist nervös“, war die Kommentierung von Mark hierzu, ohne das Auto auch nur einen Zentimeter fort zu bewegen. Nervös war in dieser Situation allerdings nicht nur der Elefantenbulle!

Direkt an der Ausfahrt dann der nächste Zwangshalt: eine nicht enden wollende Herde von Bullen überquerte die Strasse. Mit diesen unfreundlich dreinschauenden Zeitgenossen sollte man sich allerdings nicht anlegen, da  sie ganz schön schnell werden können. Zu Fuß hat man da keine Chance. Also haben wir den Herren den Vortritt gelassen.

Damit ging auch schon der erste Teil des Urlaubs im Krüger NP und Umgebung dem Ende zu. Vorbei mit Game Drives. Jetzt wird selber gefahren. Am Freitag kann der Mietwagen am Flughafen beim Krüger abgeholt werden und dann geht es weiter gen Süden.

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