14.12.2010 Kruger National Park – Leopard Day

Nachdem wir die vergangen Tage in Private Game Reserves unterwegs waren, ging es heute in den berühmten Krüger Nationalpark. Die Private Game Reserves bieten in der Regel nur geführte Pirschfahrten in kleinen Gruppen an. Abends gibt es dann ein Barbeque am Lagerfeuer. Das gibt natürlich dem Ganzen ein abenteuerliches Flair, auch wenn das einzige richtige Abenteuer darin besteht, welche Tiere man zu Gesicht bekommt. Der Krüger Nationalpark kann mit dem eigenen Fahrzeug befahren werden. Es gibt geteerte Strassen und breite Pisten sowie Restcamps, Restaurants und Souvenirshops. All das haben wir auf der bisherigen Reise als auch bei unserer letzten SA-Reise nicht erlebt. Auf der anderen Seite beherbergt der Kruger National Park so viele Tiere, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, mehrere der Big Five innerhalb kurzer Zeit sehen zu können (über 9.000 Elefanten, 3.000 Löwen, 2.000 Leoparden). Wir waren wieder mit dem Schotten und dem Australier unterwegs, die wir bereits von der Fahrt aus Johannisburg kannten und die auch in der Treehouse Lodge übernachteten. Ein Ehepaar aus Mumbai und drei weitere Deutsche stießen noch mit dazu, so dass wir mit neun Personen voll besetzt waren. Auch ein großer Unterschied zu unseren bisherigen Game Drives. Unsere Kollegen aus Schottland und Australien waren bereits den Tag zuvor durch den Kruger NP unterwegs und enttäuscht über die „Ausbeute“ dieses Tages. Getrocknetes Fleisch (Biltong) der wilden Tiere kauend, die wir gerade zu Gesicht bekamen, sorgten sie für ausgelassene Stimmung im Jeep. Doch unsere erste Enttäuschung drehte sich schnell zum Positiven. Elefantenherden, Hippos, Büffel, Giraffen, Rhinos, Löwen sogar Schlangen wie die schwarze Mamba konnten wir an nur einem Vormittag „spotten“. Von anderen Autofahrern erhielten wir Infos, wo sie welches Tier gesehen hatten. Nach einer Mittagspause in einem der Restcamps ging es dann weiter mit unserer bunten Truppe auf Pirschfahrt durch den Krüger NP. Am Vormittag reihte sich bereits ein Highlight an das andere. War das noch zu steigern?. Am späten Nachmittag, wir waren schon Richtung Ausfahrt unterwegs, erhielten wir die Info über einen Leopard, der in den Bäumen ganz in der Nähe gesichtet wurde. Alle an Bord waren natürlich sofort hellwach und die Bäume entlang der Strasse wurden mit Ferngläsern und Teleobjektiven abgesucht. Zwei stehende Autos gaben uns dann den entscheidenden Hinweis: auf einem Baum lag tatsächlich ein Leopard. Seelenruhig lag er da in einer Astgabel und wechselte ab und an seine Liegeposition. Auch aus der Entfernung ist dies ein majestätisches Tier. Auch für unseren Fahrer und Guide war es erst der dritte Leopard in drei Jahren. Stolz gab er die Sichtung seinen Freunden am Handy durch. Wir mussten uns beeilen, um noch rechtzeitig am Ausgangstor zu sein. Dort wurden wir von den Wärtern freudig als die Truppe verabschiedet, die den Leopard gesehen haben. Auf dem Heimweg überfuhren wir noch fast eine Riesenschlange, die mitten auf der Strasse lag und eine Horde Affen blockierte die Strasse. Müde im Camp angekommen, gab es wieder leckeres afrikanisches Büffet. Mit der Taschenlampe ging es dann zu unserem Häuschen, das ja zugegebenermaßen kein richtiges Baumhaus ist. Doch in diesem Häuschen auf Stelzen gibt es Dusche und Toilette und smit nicht die Notwendigkeit Nachts herumzulaufen. Das Camp liegt mitten in einem 5.000 ha großen Game Reserve. Alle Tiere können auch in das Camp kommen, wovon einige auch regelmäßig Gebrauch machen. In erster Linie natürlich die Affen, die morgens bereits in die Küche einbrechen und unter lautem Getöse wieder vertrieben werden. Unbeeindruckt von diesem Radau hat es sich ein Impala-Nachwuchs unter dem Küchenfesnter gemütlich eingerichtet. Es ist erst wenige Wochen alt und erhält egelmäßig Besuch von der Mutter. Im Park selbst gibt es Giraffen, Bullen, Krokodile, Leoparden, Rhinos und Hippos. Nur die Bullen kommen regelmäßig, die Rhinos selten im Camp vorbei. Nachts wollte ich diesen Tieren aber auch nicht unvermittelt gegenüberstehen.

Wir haben jetzt alle Big Five gesehen, der Leopard hatte uns in der Sammlung noch gefehlt.

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