13.12.2010 Krüger NP Bush Walk

Um vier Uhr wurde der Nachtschlaf heute abrupt durch den Wecker beendet. Das frühe Aufstehen war unserem heutigen Tagesplan geschuldet, der einen morgendlichen Bush Walk vorsah. Die Managerin des Guest House versprach uns gestern, am Zimmer zu klopfen, wenn der Bush Walk wegen Regen verschoben wird. Die anderen deutschen Gäste erzählten beim abendlichen Brai mit große Begeisterung von ihrem Klopfgeräusch, das drei Stunden längeren Schlaf bereitete. Doch die Wettervorhersage war gut und wir waren motiviert für das frühe Aufstehen. Dafür hatten wir die gesellige Barbeque-Runde bei Bier und Wein auch zeitig verlassen. Der Tag begann mit einem kleinen Frühstück. Kaffee, Tee und Brötchen. Ohne Kaffee wäre es wirklich hart geworden. Mark, unser bewährter Guide, tauchte dann auch schnell mit einer großen Hülle auf. Sah aus wie ein Gewehr – und war auch eins. Draußen sind die Big Five, die uns zu Fuß gefährlich werden können. Dazu kommt das Flußpferd, das zwar nicht zu den Big Five gehört, aber dennoch die meisten Todesfälle verursacht. Ich war nur mit einer Kamera bewaffnet, mit der ich zurückschiessen konnte.Mit dabei war Mark´s Freundin, eine Biologin aus London. Warm eingepackt ging es zunächst mit dem Land Cruiser in den Busch, wo wir unseren dreistündigen Fußmarsch begannen. Um die Spannung vorwegzunehmen: es kam zu keiner Schießerei. Mark versicherte uns, dass er bislang lediglich auf Gäste schießen musste, die kein Trinkgeld gaben. Die wertvolle Tierwelt blieb also bislang verschont. Mit geübtem Auge machte er uns Städter auf die kleinen Tiere aufmerksam und untersuchte die Dunghaufen der Elefanten auf Alter und Nahrung. Wir lernten auch wichtige Survival-Tips für den Busch, wie den „toilet paper tree“, der allerdings einen ganz ähnlich aussehenden Verwandten hat und bei gleichartiger Verwendung zu heftigen Verletzungen im Sitzbereich führt. Wir haben es bei der Theorie belassen! Erst auf dem Rückweg hat sich eine Giraffe in unsere Nähe gewagt. Aber wir sind ja nicht auf Großwildjagd und nehmen es wie es kommt.

Zurück im Camp gab es erst einmal Frühstück und ein kleines Nickerchen asl Entschädigung für das frühe Aufstehen. Heute Nachmittag geht es wieder mit dem Land Cruiser in den Busch. Wer das Baumhaus bisher vermisst hat: wir sind für eine Nacht in einem anderen Camp untergebracht, da nur von hier aus die Bush Walks durchgeführt werden. Heute Abend geht es aber auf die Bäume. An die Affen haben wir uns bereits gewöhnt, die hier durchs Camp tollen und Nachts Randale auf unserem Häuschen veranstalten.

Ein paar neue Bilder vom Bush Walk sind auch schon im Online-Fotoalbum, nachdem es nach dem Stromausfall hier im Camp wieder Elektrizität gibt.

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