13.01.2010 Table Mountain, Cape Town

Zum Ende des Urlaubs gibt die südafrikanische Sonne noch einmal Alles! Schon morgens flüchten wir zum Frühstück in den Schatten. Doch der Tafelberg ist seit Tagen erstmals wieder frei von Wolken. Damit steht auch schon ein zentraler Teil des Tagesprogramms. Ausgestattet mit Mütze und Sonnenschirm geht es los zur Kabelbahn. Hier erwartet uns das erste Mal so eine richtige Warteschlange. In dieser entdecken wir aber die belgische Familie wieder, mit der wir durch Addo und Schotia getourt sind. Die Gondel dreht sich auf dem Weg nach oben um sich selbst, so dass man einen tollen Ausblick auf Cape Town bekommt. Schön zu sehen ist das neue Stadion, rechtzeitig fertig geworden für die WM. Das hatte den Südafrikanern kaum einer zugetraut. Alle Arbeiter bekommen zwei Freikarten für die Spiele. Wahrscheinlich landen viele davon auf dem Schwarzmarkt und können noch direkt vor Beginn der Spiele gekauft werden. Vom Tafelberg hat man auch einen schönen Blick auf Robben Island, die Gefängnisinsel auf der Nelson Mandela lange in Haft war. Tickets für eine Tour müssen allerdings Wochen bis Monate zuvor bestellt werden, um einen Platz auf dem Schiff für die Überfahrt zu ergattern. Eine Woche Vorbereitung für unsere Reise war hierfür natürlich zu kurz. Noch ein Grund wiederzukommen. Nach einem Rundweg über den Berg gings zurück zu Tom´s Guesthouse, wo Guenter gerade versuchte einem kleinen schwarzen Boy das Schwimmen beizubringen. Fast keines der schwarzen Kinder hier kann schwimmen, obwohl sie hier am Meer aufwachsen. Apropopos Schwimmen im Meer. Diese Woche gab es eine tödliche Haiattacke an einem Beach hier in Cape Town. Es soll ein riessiger Hai gewesen sein, der nahe ans Ufer kam, wo die Wassertiefe nur noch zwei Meter beträgt. Der Hai hat einen Urlauber aus einer Schwimmergruppe attackiert und getötet. Zunehmend kehren die Haie in ihr ursprüngliches Revier zurück und treffen dort auf Menschen, die ihnen ihren Lebensraum streitig machen. Das geht nicht immer gut. Der Bericht über den Haiangriff in den lokalen Medien ist nichts für schwache Nerven.Nachdem wir uns von der heissen Tour auf dem Tafelberg am Pool erholt hatten ging es Cape Town unsicher machen. Ich muß zugeben, ich habe mich in Cape Town unsterblich verliebt. Es gibt unzählige stylische Cafes und Restaurants. Dank des Wetters spielt sich das Leben auf den Strassen und in den Restaurants ab. Und das alles ganz easy und locker. Die Waterfront ist dafür sehr modern mit Läden, in denen alle Labels angeboten werden, die stylisch und teuer sind. Ich habe selbst in Bad Homburg noch nie so viele teure Autos auf einem Fleck gesehen wie hier in Cape Town. Wer Geld hat, zeigt es auch. Es ist aber amerikanisch, das heisst es wird kein Kult daraus gemacht und es fehlt laut Aussagen der Deutsch-Südafrikaner der deutsche Neidfaktor. Beim Barber an der Waterfront gab es noch einen neuen Haarschnitt. Abends war ein Steak bei Rick´s Cafe angesagt. Die gesamte Einrichtung des Restaurants ist dem Film Casablanca nachempfunden. Ein tolles Ambiente und wiederum ein vorzüglicher Service. Ohne vorherige Reservierung geht allerdings gar nichts. Ich habe schon Angst vor unserem ersten Restaurantbesuch in Deutschland. Egal wo dies sein wird, das gibt einen Absturz was Service und Freundlichkeit anbelangt. Den Abend haben wir mit neu angereisten Gästen am Pool bei einer Flasche Wein verbracht. Sie sind jetzt erst einmal 10 Tage in Cape Town, dann für vier Wochen mit dem Camper unterwegs. Da kann man schon neidisch werden! Noch eine Nacht, noch ein Frühstück. Gott sei Dank haben wir den Nachtflug mit Lufthansa direkt nach Frankfurt. So haben wir noch einen letzten Tag vor dem Abflug, um den Mietwagen abzugeben und noch einmal Cape Town unsicher zu machen.
Cape Town, we will be back!
Dies ist der letzte Teil des Reiseberichts live aus Südafrika. Der nächste Bericht kommt aus good old cold Germany, wo Manuel und unsere beiden Mini-Chetaahs Crispy und Crunchy schon auf uns warten.Es hat mir Spaß gemacht täglich meine Eindrücke und Erlebnisse hier niederzuschreiben. Ich hoffe, ihr habt möglichst viel an diesem Spaß teilhaben können und ein bisschen Feeling für Südafrika bekommen und der Funke ist vielleicht bei dem einen oder anderen übergesprungen. Die Fußballwütigen werden ohnehin schon eine Reise nach Südafrika planen oder sich mit dem Gedanken tragen. Geniesst die Spiele, aber lasst euch auf Land und Leute ein, wenn der Schiri das Spiel abgepfiffen hat. Ihr werdet es nicht bereuen!

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