09.01.2010 Cango-Caves, Montagu

Da wir den Swatberg-Pass ja bereits einmal gefahren sind waren wir zügig unterwegs. Diesmal hatten wir tatsächlich ein paar Begegnungen mit entgegenkommenden Autos, was zu engen Ausweichmanövern auf der einspurigen Paßstrasse führte. Aber auch an das Fahren auf der Piste gewöhnt man sich relativ schnell. Ich kenne das noch aus früheren Urlauben im Norden Afrikas. Man muß die richtige Geschwindigkeit finden. Entweder man kriecht ganz langsam, dann kommt man allerdings auch nicht voran oder man fährt zügig mit 60 bis 80 km/h, dann fallen die Reifen nicht mehr in jede Rille und es lässt sich ganz gut fahren. Unser Tom Tom geht jedoch von der Kriechvariante bei der Berechnung der Ankunftszeiten aus, so dass immer völlig abwegig späte Ankunftszeiten berechnet werden, sobald auch nur ein kleines Stück Piste dabei ist. Dafür zeigt er rechtzeitig vorher die fest installierten Radarkontrollen mit einem akustischen Signal an. Das ist praktisch, wenn man von der Piste wieder auf asphaltierte Strasse kommt und man dem Geschwindigkeitsrausch zu erliegen droht. Jede Stunde gibt es in den Cango Caves eine Tour durch die Höhlen. Wir haben es punktgenau mit einem kleinen Sprint noch zu 11-Uhr-Tour geschafft. Es gibt eine Standard-Tour und eine Adventure-Tour. Auf der adventoure-Tour geht es tiefer in das Höhlensystem hinein. Diese tour ist aber nur für keine und schlanke Menschen geeignet. Es gibt ein paar Engstellen, wo man sich durchquetschen muß. Eine dieser Engstellen heisst „Postbox“, weil hier nur dünne Briefchen reingehen und keine Pakete. Nach der Völlerei hier in Südafrika fühlen wir uns eher wie „Pakete“ und ich erinnere mich noch gut an meine Schweißausbrüche beim Besuch der engen Tunnelsysteme des Vietkong in Vietnam. Also Standard- und keine Adventure-Version der Besichtigungstour. Das Höhlensystem ist von beeindruckender Größe und die Führung sehr gut gemacht. Ist es in deutschland vorstellbar, dass der Führer das Licht ausmacht, um ein Lied zu singen?! In den Cango Caves haben wir mehrere afrikanische Lieder mit den typischen Klicklauten zu hören bekommen. Weiter ging es von dort über ein längeres Stück Piste abseits der großen Nationalstrassen. Eine Tour die uns von Filip von der Marula Lodge in Swellendam empfohlen wurde. Er kennt diese Ecken sehr gut, da er hier auch seine Motorradtouren durchführt.Wir haben sogar die durchlöcherten Felsen entdeckt.
Die N62 bietet schöne Aussichten auf die sich wechselnde Landschaft. An einem Felsen direkt an der Strasse entdecken wir plötzlich einen Affenhorde, die ihren Spass mit Kletter- und Rutschpartien am glatten Felsen hat. Ein weitere Sehenswürdigkeit auf der Fahrt ist Ronny´s Sex-Shop. Natürlich ist dies kein Sex-Shop, das wäre in Südafrika undenkbar. Es ist eine Kneipe im middle of nowhere und hies Ronny´s Shop. Da die Kneipe nicht lief, wurde feuchtfröhlich noch einmal zur Schließung der Kneipe gefeiert. In der Bierlaune kam einer der feiernden Kumpels auf die Idee, das „Sex“ vor den Shop zu malen. Un schon lief der Laden! Sex sells. Anfänglich haben die Damen einen kostenlosen Drink erhalten, wenn sie im Gegenzug ein Teil ihrer Unterwäsche der Kneipe überlassen haben. Decke und Wände sind zugehängt mit diesen Überlassungsstücken. Diese Tradition musste dann beendet werden. was allerdings von Besuchern weiterhin gepflegt wird, ist die Wände der Kneipe mit Visitenkarten zu pflastern. Eine Tapete ist in diesem Laden völlig überflüssig. Nach einer Cola und einem netten Schwätzchen mit dem Barkeeper ging es dann weiter die restlichen 100 km bis Montagu.

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