05.01.2010 Addo- und Schotia-Park

„Wilde Tiere“ stand auf dem Tagesprogramm. Wir hatten auf Empfehlung unseres B&B in Swellendamm eine kombinierte Tour mit Addo-Park und Schotia-Park gebucht. Addo Elephant Park ist ein staatlicher Park, in dem fast ausgerotteten Elephanten geschützt und wieder vermehrt werden. Der öffentliche Teil des Parks  kann mit dem eigenen PKW auf asphatierten Strassen befahren werden. Ein geschlossener Teil ist für Lodge-Gäste vorbehalten und im Norden gibt es noch einen 4×4-Teil. Der Schotia-Park ist der älteste private Park und jetzt in der sechsten Generation im Besitz einer Familie. Im Schotia sind die Besucher in umgbeuaten Land Rovern über zum teil verwegene Pisten unterwegs. Im Schotia gibt es allerdings keine Elephanten. Daher haben wir vormittags zunächst eine Tour durch durch den Schotia im VW-Bus gemacht, um dann zum direkt angrenzenden Schotia zu wechseln. Immer wieder beeindruckend sind die Bilder von den Elephanten. Wie sie in der Herde agieren und  sich um die Kleinen kümmern. Wir konnten sie ja bereits einmal anfassen und aus nächster Nähe kennenlernen. In quasi freier Wildbahn sind sie besonders beeindruckend.
Im Schotia wechselten wir dann vom klimatisierten VW-Bus auf Land-Rover mit einem erhöhten Aufbau zum Sitzen für die Mitfahrer. Auf zum teil abenteurlichen Wegen ging es durch den Park, was dem Landy und unserem sehr erfahrenen und sympathischen Guide Andrew alles Können abforderte. Die Tour durch den Schotia war fast wie eine Großwildjagd. Im Park wandern die Tiere natürlich und im Gegensatz zu den anderen Parks in denen wir bislang waren, sind die Löwen im Park völlig frei unterwegs und jagen ihr Futter auch selbst, wie all die anderen Tiere. Daher sieht man auch regelmäßig Knochenreste gejagter oder verendeter Tiere. Sehr problematisch ist die aktuelle Trockenheit. Es ist so trocken wie seit 40 Jahren nicht mehr, was den Park mit seinen Tieren vor ganz besondere Herausforderungen stellt. Auf der „Jagd“ nach den Tieren sind wir kreuz und quer durch den Park „gerovert“. Belohnt wurden wir durch Begegnungen mit Giraffen, Antilopen, Springböcke, unzählige Wildschweine und Rhinos. Mit Beginn der Dämmerung startete dann die große Jagd auf die Löwen. Mit allen Jeeps wurde nach ihnen gefahndet. Über Funk sind die Fahrer miteinander verbunden, um gesichtete Tiere melden zu können. Schließlich kam die Meldung über den Funk „We have fond the Lions“. Leider waren wir gerade in einer anderen Ecke des Parks unterwegs. Andrew war wie elektrisiert und in einer wilden Fahrt ging es quer durch en Park zu der gemeldeten Stelle. Ich hatte alle Mühe auf dem Sitz zu bleiben und einige Bekanntschaften mit dem Wagendach waren leider nicht zu vermeiden. Doch dann kamen sie in Sicht, die Löwen.

Sie waren bereits von drei Jeeps umzingelt. Woran sie aber offensichtlich gewöhnt sind. Wirklich beeindruckend diese majestätischen Tiere so nahe zu sehen. Sie waren noch etwas verschlafen, ruhen sie doch 20 Stunden vom Tag. Das Weibchen in der Gruppe jagt und kümmert sich um den Nachwuchs.Männliche Löwen sind richtige Paschas, die sich von den Damen versorgen und verwöhnen lassen. Nach der „Löwenjagd“ gab es noch ein leckeres Dinner im Park in einer authentischen Location. Dann ging es unter einem phantastischen Sternenhimmel für unsere Verhältnisse sehr spät um 22:00 Uhr zurück zu unserem B&B Lemon3Lodge. Dort war man gespannt auf unsere Erzählungen, denn dieses Tour kannten unsere holländischen B&B-Gastgeber noch nicht. Mit diesen werden wir am folgenden Tag das Township besuchen, wo sie eine Initiative für Aids-Waisen gestartet haben. Wir sind sehr gespannt diese andere, sehr traurige Seite von Südafrika kennenzulernen.
Das Online-Album ist aktualisiert mit einer kleinen Auswahl an Bildern aus den Parks.

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