04.01.2010 Kirkwood

Nach einem zünftigen Frühstück im Saxonia B&B von Udo und Petra in Jeffreys Bay ging es heute weiter Richtung Addo Elephant Park, einem der großen und bekannten Parks in Südafrika. Von Udo haben wir noch den guten Tip für den Kragga Kamma Game Park in der Nähe von Port Elizabeth erhalten. Diesen haben wir dann auch direkt angesteuert. Es ist ein kleiner privater Park, durch den man in zwei bis drei Stunden mit dem eigenen Auto durchfahren kann. Am Eingang sind für zwei Personen umgerechnet neun Euro Eintritt zu entrichten. Dafür gibt es über verschlungene Pfade eine Vielzahl an Tieren zu sehen. Zum ersten Mal haben wir hier Büffel gesehen und vor der Zudringlichkeit einer Straußendame konnten wir uns nur durch schnelles Schließen des Autofensters entziehen. Als das Autofenster geschlossen war, hat sie noch freundlich mit dem Schnabel angeklopft. Ich habe keine Vorstellung, was ihr Anliegen war. Aber nachdem wir nicht geöffnet haben, ist sie gemütlich weitergezogen. Der Höhepunkt waren zahme Geparden „cheetahs“, die sich von uns streicheln liessen. Genau wie unsere Fellnasen zu Hause fangen sie an zu schnurren, wenn sie sich wohlfühlen. Nur deutlich lauter natürlich.
Sehr gespannt waren wir auf das B&B heute, da keiner unserer vorherigen Gastgeber die Lemon3Lodge hier in Kirkwood kannte. Es war eines der ersten und wenigen B&B, die wir über das Internet aus Deutschland gebucht hatten, aufgrund der geringen Vorbereitungszeit von nur ein paar Tagen für diese Reise. Aber wir wurden nicht enttäuscht. Das B&B wird von einem schwulen holländischen Paar geführt und ist sehr geschmackvoll eingerichtet. Eines der schönsten B&B, die wir hier bislang hatten. Nach einem leckeren Abendessen, das uns wieder ein paar Gramm mehr auf den Hüften beschert, sammeln wir jetzt Kraft für den morgigen Tag. Gleich zwei Parks stehen auf dem Programm: der Addo Elephant Park sowie der prvat geführte Schotia Park gleich nebenan. Der Schotia Park wurde uns hier in Südafrika mehrfach ans Herz gelegt, so dass wir eine kombinierte Tages-Tour für Addo und Schotia vorgebucht haben. Wir sind auf jeden Fall schon sehr gespannt, was uns dort erwartet. Heute war es den ganzen Tag bedeckt und regnerisch, aber warm. Ganz im Gegensatz zum frierenden Deutschland, was uns gerade telefonisch berichtet wurde.
Nachdem wir uns an das Linksfahren schon sehr gut gewöhnt haben, bin ich heute doch an der Tankstelle auf der falschen Seite eingestiegen und habe mich gewundert, wie in der kurzen Zeit das Lenkrad abhanden kommen konnte. Es ist dann aber ganz in der Nähe wieder aufgetaucht. Das Tanken ist im übrigen weit nervenschonender als in Deutschland. Der Liter Benzin kostet etwa 70 Cent und dafür bekommt man auch Full Service incl. Scheibenputzen. Große Vorsicht ist jedoch auf den Strassen angesagt. Die Schwarzen laufen entlang der Strasse und quer über die Strasse – auch vierspurige Strassen. Nach dem tödlichen Verkehrsunfall vor einigen Tagen zu dem wir hinzugekommen waren, sind wir jetzt noch etwas umsichtiger geworden. Oftmals kommen einem im Nirgendwo Menschen auf der Strasse entgegen, wo man keine Vorstellung hat, wo diese jetzt herkommen mögen oder welches Ziel sie haben, denn viele Kilometer ringsherum ist einfach nichts. Wenn wir in Kapstadt sind wollen wir unbedingt eine Township-Tour machen, um uns näher mit der Situation in den Townships zu beschäftigen. Jetzt steht aber erst einmal die Tierwelt morgen an.
Also dann
Gute N8

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