02.01.10 Plettenberg – Tsitsikama

Heute war leider Abschied von Plettenberg Game Reserve, wo wir einen wundervollen Jahreswechsel verbracht haben. Nachts hatte es noch geregnet und gewittert. Morgens hat uns dann aber schon die Sonne die Butter vom Toast geschmolzen. Also konnte auch der wegen Regens abgesagte Horse Ride nachgeholt werden. Ich habe bereits mehrere Anläufe mit Pferden unternommen, die aber alle einen zwiespältigen Eindruck bei mir hinterliessen. So, dass ich nicht der Erste bin, wenn es ans Reiten geht. Die Amerikaner, die mit uns auf die Tour gingen, erzählten jedoch, dass man per Pferd unheimlich nahe an die Tiere herankommt. Viel näher als mit dem Jeep. Das war doch mal motivierend. „Camel“ war mein Wegbegleiter für die nächsten drei Stunden. Sie hat aber nicht geraucht … und ich habe auch keine gute Werbefigur abgegeben. Mit einem Helm bewaffnet und reichlich Sonnencreme auf der Haut ging es dann also los. Wir sind tatsächlich beeindruckend nahe an die Tiere herangekommen, wie dieses Bild beweist. Zu Fuß wäre es mir allerdings deutlich wohler gewesen. Von oben gab die Sonne ihr Bestes und versuchte jeden noch so kleinen Fleck zu finden, der womöglich keine Sonnencreme erwischt hat. Unter mir hatte ich eine dickköpfige Dame, die sich nichts aber auch gar nichts sagen ließ. Weder aufmunternde Worte noch eindeutige Gesten mit den Füßen oder heftiges Zerren an den Zügeln liessen sie beeindrucken. Ich hasse diese Sandwich-Positionen, Sonnenbrand von oben, Ignoranz von unten! So trottete ich mit Camel immer 10 bis 20 Meter hinter dem Rest unter der glühenden Sonne her. Wenn ich dann anhalten wollte, um ein Foto zu schiessen, trottete sie einfach unbeirrt weiter. Mit erhobenem Haupt, da ich die kompletten Zügel in der Hand hielt. Dies wäre ja an und für sich schon deprimierend genug. Zu allem Überfluß waren unsere amerikanische Begleiter ambitionierte Reiter. Mit Schwesterchen und Brüderchen von Camel galoppierten sie mal rechts, mal links vobei, ein bisschen voraus um dann wieder auf uns zu warten. Das nächste Mal gehe ich zu Fuß! Dann kann Camel alleine hinterhertrotten, oder zu Hause bleiben und Hafer fressen! Ich habe nach dem Ausritt Frieden mit ihr geschlossen. Wir wollen in Zukunft aber trotzdem eher getrennte Wege gehen.
Geblieben von Plettenberg Game Reserve sind – neben einem Sonnenbrand – beeindruckende Bilder einer phanstastischen Landschaft und Tierwelt sowie liebevolle Menschen, die sich in diesen Tagen mit besonderer Mühe um unser Wohlergehen gesorgt haben. Diesen Ort kann ich nur wärmstens empfehlen.
Von dort zu unserem heutigen B&B sind es nur 50 Kilometer. Wir sind wieder an der Küste und lassen unsere verbrannten Glieder im Pool auskühlen. Morgen geht es dann weiter auf der N2 gen Norden. Erste Station wird der mit 260 Meter höchste Bungee-Jump der Welt sein. Wird er springen? Mit oder ohne Seil, nach dieser Depression?
Es bleibt spannend!
Aber jetzt gibt es erst einmal südafrikanisches Abendessen. Von den Portionen hier werden wir noch Monate zehren und auf den Hüften mit uns herumtragen! Aber was soll´s. Es ist Urlaub und das Essen schmeckt super.

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